DAS LEBEN IST EINE SCHLECHTE ANGEWOHNHEIT

 

Dark City | Die freudlose Gasse 2018 | Teil 1

 

 

24. Jänner | 19:00
Das Leben ist eine schlechte Angewohnheit
Begehbares Moodboard zur freudlosen Gasse

 

 

6. Februar | 19:00
Vernissage: Hasardspiele | Malerei und Objekte
von Daniel Hosenberg, Sascha Mikel und Niclas Anatol Walkensteiner
Öffnungszeiten: Dienstag von 18:00 – 20:00 und nach Vereinbarung

 

 

21. März | 19:00
Neukompositionen zur freudlosen Gasse
in Kooperation mit „Neue Klangbereiche“, KONSE Klagenfurt

 

 

10., 11., 12. April | 19:30
Ein Goldfisch | Performance

 

2018 widmen wir uns dem Roman bzw. dem Stummfilm „Die freudlose Gasse“ (Hugo Bettauer / G. W. Pabst). Zwischen Aufbruch und Reaktion, geprägt von massenhafter Armut und militanten ideologischen Auseinandersetzungen, war das Wien der 1920er-Jahre ein wirres Labor unterschiedlicher gesellschaftlicher Utopien. „Die freudlose Gasse“ dokumentiert diese Zeit multipler Krisen und gesellschaftlicher Hybris, deren politische Instabilität und Widersprüchlichkeit ebenso an die Gegenwart erinnert wie die dramatische soziale Ungleichheit. Damals wie heute führten technologische Modernisierungsschübe zu weltweiten kulturellen Veränderungen, damals wie heute offenbarte ein ruchloser Kapitalismus seine brutale Desintegrationskraft, und damals wie heute kämpften gegensätzliche Lager um politische Vorherrschaft.

 

Zur Zeit der Entstehung der „freudlosen Gasse“ gewannen undemokratische und antimoderne Tendenzen die Oberhand und mündeten in der größten Katastrophe der jüngeren europäischen Geschichte. Und wo stehen wir heute?

 

(c) Sascha Mikel
(c) Sascha Mikel