Aktuell im Raum8

Foto: Wunderkastl

 

 

31.01.2019 / 19:00

Kerstin Bennier: Vernissage „Utopisch Fremd“ 

 

Raum 8 | 8. Mai Straße 28 | 9020 

 

Öffnungszeiten Raum8 im Februar 2019

DI und DO, jeweils von 16 - 20 Uhr

 

„Too much love will kill you“ ist nicht nur der Name eines bereits 1988 aufgeführten aber erst 1992 veröffentlichten Queen Stückes sondern auch der programmatische Titel der Arbeit von Kerstin Bennier, die sich in ihrem Werk zum einen mit den prekären Arbeitsverhältnissen unserer Zeit als auch mit dem Stellenwert der Kunst als Mittel einer narzisstischen Selbstwertregulation befasst.
Was passiert mit einer Person wenn ein Ungleichgewicht zwischen beruflichem Engagement und dem Gegenwert erhaltener Belohnung entsteht? Dysfunktion die in Form von Vulnerabilität erscheint gilt mitunter auch als Wegweiser in den miteinander kommunizierenden Bildern der Arbeit Benniers. Verschüttet nach einer Invasion der Herzen zeigen sich die Umrisse eines Körpers, der nicht mehr zu atmen scheint. Gezogen und gezerrt wird der Körper, in alle Richtungen gedehnt bis er endgültig auseinander klafft. Die Künstlerin selbst spricht von einem Zuviel, das sich bedrohlich in alle Lebensbereiche ausbreitet und am Ende das Leben kostet. Was genau „too much“ ist zeigt sich gesellschaftlich in unterschiedlichsten Gestalten. Die Angst vor dem Fremden, der Überflutung, dem Verlust scheinen maßgeblich beteiligt an der neuen Ordnung und der damit verbundenen Heimatliebe.
„You're headed for disaster' cause you never read the signs. Too much love will kill you - every
time.“
Michaela Schimun, Wien November 2018

 


 

FRANZ KAFKA | DER BAU

 

Ein Schauspiel mit Musik

Aufgeführt von dem Künstlerkollektiv „STREUNENDE WÖLFE“

 

Die 1923 bis 1924 entstandene Parabel soll in dieser Fassung ein intensives emotionales Seh-und Hörerlebnis für den ZuseherIn und HörerIn schaffen. 

Wir haben Kafkas unvollendetes Monologstück in kleinere Fragmente zerlegt um eine geballte Ladung zu schaffen die kurzweilig und intensiv erscheinen mag aber noch lange nachklingen wird.

Es ist ein Konglomerat aus Schauspiel, analoger zeitgenössischer Musik, aus Lauten und Tönen aber auch Gesungenem. Somit ist es uns durchaus gelungen zeitweilig dem kafkaesken zu entkommen…oder vielleicht doch nicht? Sehen und hören Sie selbst!

Wir freuen uns auf jeden gleichermaßen riesig!

 

 

 

"Die Erzählung Der Bau handelt von einem Tier, das allein in einem weitläufigen Bau unter der Erde lebt und sich vor jedweden Gefahren, die von der Außenwelt zu drohen scheinen, schützen will. Zu diesem Zweck hat es vielerlei Vorsichtsmaßnahmen im Bau-Plan angelegt, verschiedene Kontrollrituale sollen ihr Übriges tun, das überhöhte Bedürfnis des Tieres nach Sicherheit und Ruhe zu befriedigen. Doch all dies ist vergebens, wenngleich in der ganzen Erzählung keine realen Feinde ins Geschehen eintreten. Das Tier hat kein Vertrauen in seine Maßnahmen, wittert hinter jeder kleinsten Unregelmäßigkeit des Alltags einen potentiellen Angriff und spielt auch in Gedanken alle (un-)möglichen Gefährdungen durch. Als es schließlich ein Geräusch vernimmt, dessen Herkunft es sich nicht erklären kann und in der Tier-Logik alles auf einen übermächtigen Gegner hindeutet, verfällt es zuerst in blinden Aktionismus gepaart mit Panik und Angst und letztlich in Lethargie, unfähig zu jeder (vernünftigen) Handlung."

 

Aus: Marion Klanke „Das Risiko des Lebens – Angst in Franz Kafkas Der Bau

 

 

 

Streunende Wölfe:

Michael Kuglitsch – Schauspiel/Gesang/Konzept/Regie/Textfassung/Organisation

Sieglinde Größinger – Flöten/Gesang

Jana Thomaschütz – Violoncello/Gesang

Manfred Plessl – Komposition/Violine/Mandoline/Elektronik/Gesang/E-Bass

 

Premiere 09. 02. 2019 | 20:00
Raum8 | 8. Mai Straße 28 | 9020 Klagenfurt

weitere Vorstellungen 10./16./17./23./24. Februar, jeweils 20:00

 

Tickets unter +43 664 5166653 | info@dark-city.at

Preise: € 19,90 | Studenten und Pensionisten € 14,90