Die freudlose Gasse 18


 

6.Februar - 17. April
Hasardspiele | Malerei und Objekte
von Daniel Hosenberg, Sascha Mikel und Niclas Anatol

 

21. März | 19:00
Neukompositionen zur freudlosen Gasse
in Kooperation mit „Neue Klangbereiche“, KONSE Klagenfurt

 

 

 

Uraufführungen von Franz Fellner, Lukas Gigler, Gerhard Hafner, Dimitrios Katharopoulos und Alexander Lederer; inspiriert vom Stummfilm „Die freudlose Gasse“

 

Ensemble „Neue Klangbereiche Klagenfurt“

 

Dirigenten: Franz Fellner, Kun Sang Lee
Trompete: Stefanie Dietrichsteiner, Stefan Pirchner
Posaune: Daniel Mascher, Bernhard Vierbach
Gitarre: Wong Yung Hong, Tim Zazijal
Piano: Jessica Gratzer
Akkordeon: Martin Raneg
Violine: Alma Gunzek, Lea Kozbek, Eva Nindl, Alma Portic, Sara Potocnik
Violoncello: Lydia Panagiotarea, Katja Meljnikov

 

 

2018 widmen wir uns dem Roman bzw. dem Stummfilm „Die freudlose Gasse“ (Hugo Bettauer / G. W. Pabst). Zwischen Aufbruch und Reaktion, geprägt von massenhafter Armut und militanten ideologischen Auseinandersetzungen, war das Wien der 1920er-Jahre ein wirres Labor unterschiedlicher gesellschaftlicher Utopien. „Die freudlose Gasse“ dokumentiert diese Zeit multipler Krisen und gesellschaftlicher Hybris, deren politische Instabilität und Widersprüchlichkeit ebenso an die Gegenwart erinnert wie die dramatische soziale Ungleichheit. Damals wie heute führten technologische Modernisierungsschübe zu weltweiten kulturellen Veränderungen, damals wie heute offenbarte ein ruchloser Kapitalismus seine brutale Desintegrationskraft, und damals wie heute kämpften gegensätzliche Lager um politische Vorherrschaft.

 

 

 

Zur Zeit der Entstehung der „freudlosen Gasse“ gewannen undemokratische und antimoderne Tendenzen die Oberhand und mündeten in der größten Katastrophe der jüngeren europäischen Geschichte. Und wo stehen wir heute?